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Innerdeutsche Grenze
 


Vermerk: Das Thema "innerdeutsche Grenze" hat mit dem Minenschiff JUMINDA nichts zu tun. Ich habe es in meine Homepage aufgenommen, weil ich mich als ehemaliger Angehöriger des Grenzzolldienstes auch für die deutsch-deutsche Grenze, an der ich von 1983-1990 Dienst verrichtete, sehr interessiere.

Das von mir verfasste Buch "An der innerdeutschen Grenze zwischen Lübeck und Herrnburg" hat über 300 Seiten und beinhaltet viele Fotos und Karten. 

Bei Interesse Mail an mkrelle@t-online.de

Achtung: Letzte Exemplare vergeben, zurzeit nicht vorrätig


Aus dem Vorwort:

Während am Abend des 9. November 1989 das SED-Politbüro-Mitglied Schabowski darüber informierte, dass eine  Regelung getroffen worden sei, „die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen", verrichtete ich Dienst an der innerdeutschen Grenze.

Als Beamter des bundesdeutschen Zolls war ich auf Streifengang und hatte den Grenzraum zwischen dem Lübecker Stadtteil Eichholz und der Ortschaft Herrnburg (DDR) zu überwachen.

Ich möchte Ihnen erzählen, was ich in jenen Stunden/Tagen erlebte und wie sich der Dienst an der Grenze aus der Sicht eines Angehörigen der Grenzaufsichtsstelle Eichholz gestaltete. Zeitungsartikel bzw. Auszüge aus Pressepublikationen und Lageberichten sowie eine Vielzahl von Fotos ergänzen das von mir schriftlich Niedergelegte und mögen dazu beitragen, die vielen „Vorkommnisse", die es in diesem Grenzgebiet gegeben hat, vor der Vergessenheit zu bewahren.


3 Stern Rot - Alarm an der Grenze

„Es ist mitten in der Nacht. Die Zeiger der Uhr stehen auf 02.17, als ich eine "LK 3-Stern Rot“ in den Himmel steigen sehe. Nur wenige Sekunden sind diese Leuchtkugeln sichtbar. Und noch bevor sie erlöschen, haben sie mich – einen Angehörigen des bundesdeutschen Grenzzolldienstes – in einen Zustand größter Anspannung versetzt. Ja, das Herz schlägt nun schneller als zuvor – viel schneller! Alle Müdigkeit ist im Nu verflogen. Das monotone Grau/Schwarz der Nacht hat seine bleierne Schwere verloren – bedeutet 3-Stern Rot GRENZALARM?

Es dauert nicht lange und es ist zu erkennen, dass die Grenztruppen der DDR ihre Aktivitäten in diesem Raum verstärken. Suchscheinwerfer leuchten den Schutzstreifen ab und tauchen diesen in „gespenstisches“ Licht.  Vielleicht schon bald auch einen Menschen, der sich auf der Flucht befindet und der damit rechnen muss, dass er den "Westen" nicht erreicht.

Mein Herz klopft ganz laut, während ich zum Funkgerät greife, um meiner Leitzentrale vom Vorkommnis zu berichten."


Alarmauslösung am Grenzsignalzaun - eine rote Rundumleuchte und ein Signalhorn sind in Betrieb gegangen (Fotomontage). Scheinwerfer leuchten den Schutzstreifen ab. Wer oder was hat den Alarm ausgelöst? Ein Mensch oder vielleicht nur ein Tier?  In Kürze wird eine Alarmgruppe der DDR-Grenztruppen erscheinen, um die vor Ort befindlichen Grenzposten zu unterstützen - ja, so war es einmal, als die innerdeutsche Grenze noch existierte und es den "stillen Alarm" noch nicht gab. Die Alarmauslösung mittels Rundumleuchten und dem Ertönen von Signalhörnern hatte den Nachteil, dass nun auch der "Republik-Flüchtige" gewarnt war und sicherlich versuchte, schnellstmöglich von hier wegzukommen. Auch die bundesdeutschen Grenzüberwachungsorgane wie Grenzzolldienst und Bundesgrenzschutz konnten - sofern in der Nähe - jetzt ein besonderes Augenmerk auf diesen Grenzabschnitt legen und Zeuge dessen werden, was sich an der Grenze ereignete.


An der Grenze zwischen Lübeck und Herrnburg

www.grenzhus.de  

ZOLL

Viele Bilder von der innerdeutschen Grenze im Raum Lübeck finden Sie hier:

http://www.grenze-lübeck.de/





 
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