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Über dem nassen Grab


Manfred Krellenberg bei seiner Rede auf Zerstörer ARDITO

















Einer Einladung des Admirals a.D. Titta (Präsident I.M.C., A.N.M.I.) folgend, begab ich mich am  17. September 2005 an Bord des im Hafen von La Spezia liegenden Zerstörers ARDITO, um an einer Gedenkveranstaltung für alle auf See gebliebenen Menschen teilzunehmen.


Zerstörer ARDITO  copyright: Manfred KrellenbergZerstörer ARDITO














Video ARDITO / D 550

  http://www.youtube.com/watch?v=AaRBgUV3eHI


www.naveardito.it/Benvenuti/Benvenuti.htm

 


Nave AUDACE   Foto: Manfred KrellenbergAUDACE

La Spezia

Im Rahmen dieser Zeremonie wurde es mir ermöglicht, das Wort zu ergreifen und den aus verschiedenen europäischen Ländern kommenden Versammlungsteilnehmern das traurige Schicksal der JUMINDA und deren Besatzung vorzutragen (meinem ehemaligen Bad Schwartauer Realschul-Lehrer Herrn J. Mietzelfeld, der mir die Rede in die englische Sprache übersetzte, ein herzliches Dankeschön!)

Kränze für die auf See Gebliebenen



Ehepaar Brill vor dem Zerstörer ARDITO  copyright: Manfred Krellenberg


Das Ehepaar Brill, welches ebenfalls zur Gedenkveranstaltung für die auf See Gebliebenen eingeladen war, vor dem Zerstörer ARDITO
                                                                                                           











Die Kränze für die auf See Gebliebenen werden dem Mittelmeer übergeben












Frau und Herr Dr.-Ing. Karl-Friedrich Brill mit Alessandro Dondoli (Mitte) im Hafen von Santa Liberata (bei Porto Santo Stefano)

Ehepaar Brill und Alessandro Dondoli (Mitte)   copyright: Manfred Krellenberg

Am nächsten Morgen hatte ich dann Gelegenheit, zusammen mit Alessandro Dondoli sowie Dr.-Ing. Karl-Friedrich Brill (Sohn des am 22.10.1943 gefallenen JUMINDA-Kommandanten Dr.-Ing. Karl-Friedrich Brill) und seiner Ehefrau Susanne (welche am Vortag ebenfalls an der Zeremonie auf dem Zerstörer ARDITO teilgenommen hatten) die Sinkstelle des Minenschiffes aufzusuchen. 

Claudio Amerini mit seinem Boot  copyright: Manfred Krellenberg                                                                                                   

Mit einem motorisierten Schlauchboot brachte uns Claudio Amerini, der das Wrack der JUMINDA im Jahr 2002 gefunden hat, zum Ort der Tragödie.

Es war ein unvergesslicher Augenblick, als auf dem Bildschirm des Sonar-Gerätes das Wrack-Profil der JUMINDA sichtbar wurde. Über 90 Meter unter uns lag nun das durch zwei Torpedotreffer versenkte Fahrzeug, das zum nassen Grab für die meisten Besatzungsangehörigen wurde.

copyright: Manfred Krellenberg

Über der Sinkstelle der JUMINDA
wird das Wrack des Schiffes sichtbar

Ca. 70 m entfernt liegt das zerstörte
Heckteil des Minenschiffes



Nach einer kurzen Ansprache übergaben wir der See Blumen und gedachten den Opfern des Schiffsuntergangs. Lange blickten wir dem Gesteck, das von den Wellen langsam fort getrieben wurde, hinterher. 



Dr. Ing. Karl-Friedrich Brill
an der Sinkstelle der JUMINDA.
Stilles Gedenken an seinen berühmten Vater.


Gedenkplatte zum Niederlegen auf dem Wrack der JUMINDA  copyright: Manfred Krellenberg

 





copyright: Manfred KrellenbergVideo: Tauchgang zum Wrack (Claudio Amerini)

Zeichnung: Claudio Amerini

copyright: Manfred Krellenberg

An der Untergangsstelle der JUMINDA


Mein großer Wunsch - einmal die Sinkstelle der JUMINDA zu besuchen und sich dem Vater meiner Mutter ganz nah zu fühlen - hat sich erfüllt. Der Deutsche Marinebund und die ASSOCIAZIONE NAZIONALE MARINAI D´ITALIA (A.N.M.I.) sowie meine Freunde Alessandro Dondoli, Claudio Amerini und das Ehepaar Brill haben maßgeblich zur Realisierung beigetragen. Ich bin ihnen, aber auch jener göttlichen Macht, die mich zu diesem Ort führte, zu ganz besonderem Dank verpflichtet.  

Artikel über JUMINDA in der Tageszeitung
"IL TiRRENO" vom 30.07.2002


Il Tirreno 25.09.2002



Lübecker Nachrichten
18./19. 12.2005


David Gregory (http://ptdockyard.com/) hat für mich ein Modell der JUMINDA
(Maßstab: 1:600) gebaut. Herzlichen Dank, mein Freund!





Ende Juni2010 konnte ich mir den Wunsch erfüllen, Giglio kennenzulernen. Zusammen mitmeinem Freund Alessandro Dondoli fuhrich nach Porto Santo Stefano, jenen wunderhübschen Ort, den ich fünf Jahrezuvor erstmalig in Augenschein nehmen durfte. Alessandround ich gingen hier an Bord der ISOLADEL GIGLIO, um uns von diesem Fährschiff auf die Insel bringen zu lassen. Währenddie meisten anderen Passagiere die schöne Aussicht auf das blaue Meer genossen und sich von den Strahlender Sonne wärmen und bräunen ließen, dachte ich an die letzteFahrt der JUMINDA, die hier am 22.Oktober 1943 unter so tragischen Umständenendete. Als sich unser Schiff etwa auf Höhe der Untergangsstelle der JUMINDA befand, übergab Alessandro mir eine Rose, die er aus seinem in Piombino befindlichen Garten mitgebracht hatte.  Der Wind blies uns kräftig insGesicht, als wir an der Reling standen und gemeinsam in jene Richtung blickten,wo mein Großvater Karl-Heinz Waack und die meisten seiner Kameraden ihre letzteRuhestätte fanden. Dann ließ ich die Rose ins Wasser fallen und schaute ihr hinterher, wiesie von den Wellen fortgetragen wurde. Innerlichebenfalls ganz tief bewegt, legteAlessandro einen Arm um mich; er wusste nur zu gut, was ich gerade fühlte.
Gute Freunde muss man haben – danke, Alessandro!

Auf dem Weg von Monte Argentario nach Giglio


copyright: Manfred KrellenbergKurs auf Insel Giglio

Isola del GiglioIsola del Giglio

copyright: Manfred Krellenberg28.06.2010

Dem Großvater wieder einmal ganz nah...

Zwischen Porto Santo Stefano und Giglio liegt das nasse Grab der JUMINDA und des Großteils der Besatzung

IHR SEID NICHT VERGESSEN!

copyright: Manfred KrellenbergBlick von Giglio auf Monte Argentario                                                      

Manfred Krellenberg im Jahr 2010, 46 Jahre altIm Jahr 2010, 46 Jahre alt

Auch wenn sich ein wichtiger Kreis in meinem Leben geschlossen hat, so sind etliche Fragen noch zu beantworten, ist Vieles noch zu erledigen.

Ich wünsche mir, all jene Erfahrungen, deretwegen ich im Februar 1964 auf diese Welt gekommen bin, gemacht zu haben, wenn ich mich auf den Weg mache, um wieder in das Zuhause meiner Seele zu gelangen. 

Und wenn sich dann jenes erfüllt, woran ich glaube, dann schöpfe ich dort wieder jene Kraft, die ich benötige, um mich dem nächsten Lernprozess zu unterziehen - irgendwann und irgendwo in der unendlichen Weite des Universums und in welcher Form dieses auch immer sein mag.

Aber das alles hat - hoffentlich - noch recht viel Zeit..... 


Schwartauer WerkeKiste Schwartauer Werke

Sie stand schon als "Sperrmüll" an der Straße - diese Kiste. Mein Bruder hatte den Dachboden unseres in Bad Schwartau stehenden Elternhauses aufgeräumt und war der Meinung, dass dieses hölzerne Behältnis, das bereits viele Jahrzehnte dort sein Dasein fristete,  weg müsse. Ich kam gerade noch rechtzeitig, um die Kiste  - einst „Eigentum Schwartauer Werke“ - an mich zu nehmen.  Wie an der Seitenwand zu erkennen ist, wurde die Kiste auch zum Transport von Riegelminen 43 (RMi 43) benutzt. Das waren Panzerabwehrminen, welche von der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden.  

Und so hat diese Kiste eine  besondere Geschichte, die es zu bewahren gilt.

Aus den Lübecker Nachrichten - Lokalteil Bad Schwartau - vom 26.10.2016Zeitungsartikel

Schwartau

SchwartauSchwartau

"Schwartau" - dieses schöne Gemälde, von K.H. Saß gefertigt, zeigt jenen Fluss, nach dem Bad Schwartau benannt ist. Meine Eltern Elke und Manfred Krellenberg erhielten das Bild anlässlich ihrer Hochzeit am 18.05.1962 vom Maler dieses Kunstwerks geschenkt. 

Stadtehrenscheibe Bad Schwartau


Die Stadtehrenscheibe von Bad Schwartau für Mitglieder der Schwartauer Schützengilde von 1923 e.V. habe ich 2010 und 2017 erhalten. Letztere ist insofern etwas "Besonderes", da sie in dieser Form "falsch" ist: das Stadtwappen wurde spiegelverkehrt auf das Glas geschliffen.



In Lübeck bin ich geboren. In Bad Schwartau wuchs ich auf und in Stockelsdorf lebe ich heute. Diese Orte sind mein "Zuhause"!


Postleizahlenfest in 23617 Stockelsdorf am 23.6.17


Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf - herzlichen Dank, dass es Euch gibt!



  




 
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